Die Gemeinde Meeder geht einen bedeutenden Schritt in Richtung Klimaneutralität und nachhaltige Ressourcennutzung. Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) wird der im Vorfeld über eine Potenzialstudie ermittelte strategische Förderschwerpunkt nun Realität: Die Kläranlage Kösfeld wird umfassend ausgebaut und das Verfahren auf eine anaerobe Stabilisation (Schlammfaulung) umgestellt. Die Zuwendung für diese investive Maßnahme erfolgt aus den Mitteln des Klima- und Transformationsfonds.
Die Kläranlage Kösfeld wurde ursprünglich 1975 als brockengefüllte Tropfkörperanlage für eine Größenordnung von 5.000 Einwohnerwerten (EW) errichtet. Da die Reinigungsleistung der Anlage nicht mehr den aktuellen gesetzlichen Anforderungen an die Einleitung gereinigten Abwassers entspricht, ist ein Ausbau umgehend erforderlich.
Mit dem neuen Verfahrenskonzept kombinieren wir einen wirtschaftlichen Ausbau und Betrieb der Kläranlage mit den hohen Anforderungen an den Klima- und Gewässerschutz. Das Ziel ist es, die Betriebskosten für Strom, Wärme und Schlammentsorgung bei gleichzeitiger massiver Verminderung des CO₂-Ausstoßes nachhaltig zu senken.
Als wesentliche Optimierungsmaßnahme erfolgt die Verfahrensumstellung auf die anaerobe Stabilisierung. Diese ermöglicht die gezielte Produktion von Klärgas, welches wiederum über ein Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Eigenenergieerzeugung für Strom und Wärme direkt vor Ort genutzt wird. Ergänzt wird dieses Konzept durch den Ausbau einer Photovoltaikanlage. Mit der anaeroben Schlammstabilisierung wird die Schlammverwertung für unsere Gemeinde langfristig gesichert, während gleichzeitig das Schlammvolumen und damit die Transportkosten deutlich reduziert werden.
- Projekttitel: KSI: Kläranlage Kösfeld: Ausbau und Verfahrensumstellung auf anaerobe Stabilisation
- Förderkennzeichen (FKZ): 67K24171
- Projektlaufzeit: 01.05.2023 bis 30.04.2027
- Beteiligte Partner / Projektträger: Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH (ZUG Webseite: https://www.z-u-g.org)
- Ziel und Inhalt des Vorhabens: Energetische und verfahrenstechnische Optimierung der kommunalen Abwasserentsorgung durch den Wechsel von aerober zu anaerober Schlammbehandlung, Steigerung der Eigenenergiedeckung durch Klärgasnutzung und Photovoltaik sowie nachhaltige Minderung von Treibhausgasemissionen.
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.
Die Förderung dieses Projektes erfolgt aus den Mitteln des Klima- und Transformationsfonds. Weitere Informationen zur Förderung finden Sie auf den Seiten des BMWK unter



